Vortrag "Ist die Ära des Populismus in Lateinamerika zu Ende?"


Am Dienstag, den 11. Juli 2017, spricht Prof. Dr. Nikolaus Werz von der Universität Rostock zum Thema "Ist die Ära des Populismus in Lateinamerika zu Ende?".

Die Veranstaltung im Rahmen der Vortragsreihe "Lateinamerika im Umbruch" beginnt um 18 Uhr in Raum 03.105 am Wittelsbacherplatz. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Die Bezeichnung Populismus umfasst auch in Lateinamerika unterschiedliche Bedeutungen. Allgemein wird davon ausgegangen, dass er dort seit Mitte des 20. Jh.s verbreitet ist, Guy Hermet (2001) spricht sogar von Lateinamerika als Region des „konsolidierten Populismus“. Im Unterschied zu Europa überwiegen Formen von Linkspopulismus.

In historischer Perspektive lassen sich drei Wellen des Populismus unterscheiden: der historische Populismus in den 1940/50er Jahren (Cardenas in Mexiko, Perón in Argentinien, Vargas in Brasilien), der Neopopulismus in den 1980/90er Jahren (Fujimori in Peru, Menem in Argentinien) sowie der neue Populismus Anfang des 21. Jahrhunderts der sich u.a. mit den Namen Chávez in Venezuela, Morales in Bolivien und Correa in Ecuador verbindet. In den letzten zwei Jahren wurden nationalpopulistische auftretende Politiker in einigen Ländern nicht wiedergewählt.

Der Vortrag schildert die unterschiedlichen Populismen in Lateinamerika und diskutiert die Frage der Vergleichbarkeit.

Plakat

11.07.2017, 18:00 Uhr