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Institut für Politikwissenschaft und Soziologie

Deutsche Außenpolitik – von Innen und Außen betrachtet

„Deutsche Außenpolitik – von Innen und Außen betrachtet“ – zu diesem Thema diskutierten Prof. Ummu Salma Bava, von der Jawaharlal Nehru University (Neu-Delhi) und Prof. Gisela Müller-Brandeck-Bocquet am 18. Mai 2017 am Wittelsbacherplatz.

Nach kurzen Eingangsstatements zur Entwicklung der deutschen Außenpolitik seit der Wiedervereinigung zeigten die Professorinnen ihre jeweilige Innen- sowie Außenansicht der deutschen Außenpolitik auf. Diskutiert wurde anschließend über die auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2014 angestoßene und im sog. Review-Prozess fortgeführte Debatte um eine außenpolitische Neuausrichtung.

Gerade der aktuelle internationale Kontext mit dem Brexit sowie der neuen Trump-Administration veranlasste die Diskutantinnen, den Gegenstand der Veranstaltung um diese Aspekte sowie der deutschen EU-Politik zu erweitern. Vielfältige Fragen aus dem Publikum brachten auch Themen wie den vielleicht neu entfachten deutsch-französischen Motor der Integration, die Auswirkungen der EU-Krisen auf die Außenpolitik Deutschlands sowie die Frage nach der Leadership in der westlichen Welt in die Diskussion ein.

Ein Blick auf die vergangenen Wahlen in Österreich, den Niederlanden sowie Frankreich erlaubte zudem den Ausblick auf die Bundestagswahl im September 2017 und ihre möglichen Auswirkungen auf die deutsche Außenpolitik. Prof. Müller-Brandeck-Bocquet prognostizierte, dass mit der Wahl in Frankreich der „peak“ der Wahlerfolge europäischer PopulistInnen erreicht sein dürfte und Prof. Bava ergänzte, dass nun ein „new leadership for old values“ in Aussicht stehe. Die Veranstaltung fand im Rahmen des DAAD-finanzierten Projekts „Deutsch-Indische-Partnerschaften im Hochschulbereich“ statt und bildete die Folgeveranstaltung zum Auftaktworkshop im April in Delhi.   

Die Veranstaltung findet im Rahmen des DAAD-geförderten Programms "Deutsch-Indische Partnerschaften im Hoch­schul­be­reich“ statt; hier kooperiert die Universität Würzburg mit Partnern in Delhi. Am Indien-Forum des Instituts für Politikwissenschaft und Soziologie ist das Projekt "Grundlagen der europäisch-indischen strategischen Partnerschaft" angesiedelt. Politikwissenschaftler vom IPS und der Jawaharlal-Nehru-Universität Neu-Delhi analysieren dabei in vergleichender Perspektive europäisches und indisches politisches Denken und die Grundlagen, Prinzipien und Strukturen der europäisch-indischen Beziehungen. Ein wichtiger Baustein des Projekts ist auch die Förderung studentischer Mobilität.

Die Kooperation wird durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD)
aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

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