Arbeitskreis Lateinamerika

Der Arbeitskreis Lateinamerika der Julius-Maximilians-Universität Würzburg ist aktuell ein Zusammenschluss von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Instituts für Politikwissenschaft und Sozialforschung, die in Forschung und Lehre mit Lateinamerika befasst sind.

Angestrebt wird in einem zweiten Schritt die Erweiterung für alle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Würzburg, die im Bereich der Lateinamerikaforschung tätig sind. Der Arbeitskreis fördert die Forschung und den wissenschaftlichen Austausch im Bereich der Lateinamerikanistik. Hierzu freuen wir uns über ein entsprechendes Feedback.

Der Arbeitskreis widmet sich der Durchführung und Förderung von Veranstaltungen und Projekten mit Lateinamerika-Bezug. Veranstaltungstermine werden auf der AK-Homepage bekanntgegeben.

Veranstaltung

Fortsetzung der Vortragsreihe

"Violencia - Organisierte Kriminalität, Gewalt und Politik in Lateinamerika"

 

Dr. Wolfgang Muno

 

05.06.2012

 

18.00 Uhr c.t.

 

Raum: 02.203

 

 

Veranstaltungen

 

"Violencia - Organisierte Kriminalität, Gewalt und Politik in Lateinamerika"

 

Der AK Lateinamerika startete im Wintersemester 2011/2012 eine neue Vortragsreihe  zum Thema „Violencia – Organisierte Kriminalität, Gewalt und Politik in Lateinamerika“, um das hochaktuelle und komplexe Phänomen der Gewalt aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten. Einerseits wollen wir uns mit spezifischen Gewaltformen und Akteuren befassen, andererseits sollen die ökonomischen, kulturellen und politischen Ursachen und Auswirkungen der Gewalt auf der Makroebene in den Blick genommen werden.

Den Auftakt der Vortragsreihe bildete ein Vortrag des Historikers Prof. Thomas Fischer aus Eichstätt zum Thema „Die langsame Agonie der kolumbianischen Guerrilla“ am 6. Dezember 2011. Prof. Fischer schilderte die Entwicklung der größten kolumbianischen Guerrilla-Gruppe, der Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia (FARC) seit ihrer Gründung Mitte der 1960er Jahre. Er zeigte ihre unterschiedlichen Entwicklungsphasen auf und machte dabei deutlich, dass sich die FARC weit von ihrer ursprünglichen ländlichen Basis und ihrem Ziel einer Agrarreform entfernt haben. In den letzten Jahren geriet die Guerrilla nicht nur militärisch in die Defensive, sondern sie verlor auch ideell zunehmend an Boden, da die von ihr bekämpften staatlichen Repräsentanten demokratisch legitimiert sind und das politische System Kolumbiens seit den 1960er Jahren weitaus offener und pluralistischer geworden ist. 

Der zweite Vortrag des Wintersemesters am 19. Januar 2012 behandelte das Problem der Gewalt auf der Makroebene. Der Gewaltforscher Prof. Imbusch aus Wuppertal referierte zum Thema „Gewalt als Entwicklungshindernis in Lateinamerika“. Anhand anschaulicher und teilweise drastischer Beispiele einerseits und aggregierter Daten andererseits vermittelte Prof. Imbusch einen Eindruck davon, welch enorme volkswirtschaftliche und soziale Kosten die Gewalt für die Länder Lateinamerikas nach sich zieht. Als Ursache der Gewalt identifizierte er die nach wie vor auf dem Subkontinent vorherrschende Ungleichheit.

Thomas Kestler

 

 

Veranstaltungsarchiv

 

Bisher in der Vortragsreihe:

"Violencia - Organisierte Kriminalität, Gewalt und Politik in Lateinamerika"

 

Im Wintersemester 2011/2012:

Am 6. Dezember sprach Prof. Dr. Thomas Fischer (Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt) im Zuge der neuen Vortragsreihe über: "Die langsame Agonie der kolumbianischen Guerilla". 

Der zweite Vortrag am 19. Januar von Prof. Dr. Peter Imbusch  (Bergische Universität Wuppertal). hatte den Titel: "Gewalt als Entwicklungshindernis in Lateinamerika"

 

 

Vortragsreihe "Demokratie und soziale Ungleichheit in Lateinamerika"

 

Im Sommersemester 2011:

Im Sommersemester 2011 wurde die Vortragsreihe: "Demokratie und Ungleichheit in Lateinamerika" mit den folgenden Vorträgen fortgeführt und zu ende gebracht.

18.05.2011 - Dr. Jonas Wolff (HSFK Frankfurt): „Mehr Demokratie, weniger Ungleichheit?  - Zur Entwicklung Boliviens unter Evo Morales“ (18-20Uhr c.t., R 102, Wittelsbacherplatz).

08.06.2011 - Prof. Dr. Kurt Weyland (University of Texas at Austin): „Populismus und Sozialpolitik in Lateinamerika“ (10-12Uhr c.t., R 007, Wittelsbacherplatz).

29.06.2011 - Prof. Dr. Andreas Boeckh (Universität Tübingen): „Politik und Armut in Lateinamerika im historischen Überblick“ (18-20Uhr c.t., R 102, Wittelsbacherplatz).

 

Im Wintersemester 2010/11:

Den Auftakt bildete ein Vortrag von Manuel Paulus, Universität Rostock, mit dem Thema "Inklusion durch Klientelismus? Venezuela, Argentinien und Mexiko“. Der Vortrag fand am 17.11.2010 statt.

Es folgte am 08.12.2010 der im Sommersemester ausgefallene Vortrag von Zeljko Crncic, Phillips-Universität Marburg, "Die politische Partizipation der Marginalisierten - Chancen und Grenzen indigener Politik in Ecuador".

 

Im Sommersemester 2010:

Auftakt war am Donnerstag, 6.5.2010 ein Vortrag von Prof. Dr. Hans-Jürgen Burchardt (Uni Kassel) zum Thema "Demokratie und soziale Ungleichheit: Venezuela, Kuba und Bolivien im Vergleich".

Mit konzeptionellen Fragen und Theorien sozialer Ungleichheit setzte sich auch Frau Dr. Ingrid Wehr (Arnold-Bergstraesser-Institut Freiburg) auseinander, die am 9. Juni einen Vortrag über "Low intensity democracy? Soziale Ungleichheit und Demokratie in Lateinamerika" hielt.

 

 

Einzelne Veranstaltungen

Neben der Vortragsreihe gibt es einzelne Veranstaltungen mit Lateinamerikabezug, die von Mitgliedern des Arbeitskreises organisiert werden.

 Zum EU-Lateinamerika-Gipfel in Madrid diskutierten am Donnerstag, den 20. Mai 2010 Karsten Bechle vom Hamburger German Institute of Global and Area Studies und Dr. Irma de Melo-Reiners, Geschäftsführerin des Bayerischen Hochschulzentrums für Lateinamerika.

Am Montag, den 31. Mai 2010 hielt Hans Egil Offerdal (Universität Bergen/Norwegen) einen Vortrag in englischer Sprache zum Thema "Ethics and Politics in Poverty Reduction: Norwegian Development Aid and Latin American Experiences".

 

Brasilien-Vorträge

Am Donnerstag, den 28. Januar 2010 fand eine Vortragsveranstaltung zum Thema "Brasilien - ein neuer global player?" statt. Referenten waren Dr. Silvana Krause, KU Eichstätt-Ingolstadt und Thomas Stehnken, M.A., Fraunhofer-Institut Karlsruhe.

Film und Podiumsdiskussion

Am Donnerstag, den 2. Juli 2009 fand im Rahmen des Lateinamerikatags des Akademischen Auslandsamtes eine erste Veranstaltung des Arbeitskreises statt.

Nach der Vorführung eines Dokumentarfilms über Bolivien diskutierten Prof. Dr. Hans-Joachim Lauth, Dr. Thomas Cieslik, Dr. Wolfgang Muno und der Bachelor-Student Diego Sanjurjo aus Uruguay zum Thema "Der Linkspopulismus in Lateinamerika und seine  Auswirkungen auf Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte und  wirtschaftliche Entwicklung".

Kontakt

Dr. Wolfgang Muno, wolfgang.muno@uni-wuerzburg.de