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Institut für Politikwissenschaft und Soziologie

Sicherheitspolitische Gespräche 2013: Staatsräson? Wie Deutschland für Israels Sicherheit haftet

Am 24. April 2013 fanden erneut die "Sicherheitspolitischen Gespräche" am Institut für Politikwissenschaft und Soziologie in Kooperation mit der Deutschen Atlantischen Gesellschaft und der Division Luftbewegliche Operationen statt. 

Als Referent zu Gast war der langjährige Korrespondent der ARD und Mitglied des Vorstands der Deutschen Atlantischen Gesellschaft, Werner Sonne. Moderiert wurde die Veranstaltung von Brigadegeneral Ernst-Otto Berk und Michael Melcher. Das Thema „Staatsräson? Wie Deutschland für Israels Sicherheit haftet“ umfasste neben einem Überblick über die bilateralen Beziehungen beider Länder eine Beleuchtung der aktuellen politischen Lage und Interessen im gesamten Nahen und Mittleren Osten.

Die Beziehungen zwischen Deutschland und Israel besitzen aufgrund der historischen Erfahrungen und der langjährig aufgebauten Freundschaft einen besonderen Stellenwert. Seit Jahrzehnten beliefert Deutschland Israel mit Waffen, die militärische und geheimdienstliche Zusammenarbeit ist so eng, wie mit kaum einem anderen Land. Im Jahr 2008 erklärte Angela Merkel in der Knesset die Sicherheit Israels zu einem Teil der deutschen Staatsraison. Damit hat die Bundeskanzlerin die „Messlatte“ so hoch gelegt, wie nie ein deutscher Regierungschef zuvor. Doch inwieweit haftet Deutschland im möglichen Ernstfall eines Krieges tatsächlich für die Sicherheit Israels?

In seiner kürzlich erschienenen Publikation und während des Vortrags setzte sich Werner Sonne unter anderem mit dieser Leitfrage auseinander. Er beleuchtete die verschiedenen Krisenherde im Nahen Osten, die Folgen und möglichen langfristigen Entwicklungen durch die Umbrüche des Arabischen Frühlings, die Rolle der NATO und verteidigte das Existenzrecht Israels. Doch übte Werner Sonne durchaus auch Kritik, etwa an Israels Siedlungspolitik, und bekräftigte das Recht der Palästinenser auf einen eigenen Staat. Die vielen Fragen und angeregten Diskussionen nach dem Vortrag zeigten, wie komplex die Lage sich darstellt und wie unterschiedlich die vorgestellten Themen in der Gesellschaft perzipiert werden. Zu den 120 Gästen gehörte unter anderem auch Unterfrankens Polizeipräsidentin Liliane Matthes.

Nach dem Vortrag luden die Veranstalter auf einen von der Fachschaft „Political and Social Studies“ organisierten Imbiss und Weinausschank. Die „Sicherheitspolitischen Gespräche” fanden zum dritten Mal als Kooperationsveranstaltung der Division Luftbewegliche Operationen, der Deutschen Atlantischen Gesellschaft e.V. und des Instituts für Politikwissenschaft und Soziologie der Universität Würzburg statt und sollen aufgrund des regen Interesses in der Zukunft fortgeführt werden.

  

 

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