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Institute of Political Science and Sociology

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Der Aufstieg der Evangelikalen in Lateinamerika. Eine persönliche Annäherung

11/11/2023

Dr. Hernán D. Caro referiert am Mittwoch 6. Dezember zum Thema des Aufstiegs der Evangelikalen in Lateinamerika. Die Veranstaltung findet am Wittelsbacherplatz um 18 Uhr (c.t.) im Raum 03.208 statt.

Die Wurzeln evangelikaler Gruppen in Lateinamerika lassen sich auf die missionarischen Bemühungen europäischer und nordamerikanischer christlicher Gruppen in der Region zurückverfolgen. Im Laufe der Zeit haben sich evangelikale Bewegungen jedoch stark verbreitet und sind zu einer bedeutenden religiösen und zunehmend auch politischen Kraft geworden.

Ihre Rolle in der Gesellschaft ist vielfältig. Evangelikale Gruppen haben oft eine starke soziale Präsenz gezeigt, indem sie Bildungs- und Gesundheitsprogramme sowie humanitäre Hilfe in vielen Gemeinden angeboten haben. Gleichzeitig haben sie sich in politischen Arenen engagiert, wobei einige Gruppen politische Einflussnahme suchten, um ihre konservativen Werte zu fördern, insbesondere in Bezug auf Themen wie Abtreibung, LGBTQ-Rechte und Familienwerte.

Ihre Zunahme an Einfluss und Mitgliederzahl hat die religiöse Landschaft in Lateinamerika verändert und oft zu Spannungen mit etablierten religiösen Institutionen geführt, insbesondere mit der katholischen Kirche. Evangelikale Gruppen haben auch in einigen Ländern politische und gesellschaftliche Veränderungen beeinflusst, wobei sie oft in Kontroversen über Themen wie Menschenrechte und politische Entwicklungen involviert waren.

Am Mittwoch, den 6. Dezember 2023, um 18 Uhr wird der Autor und Journalist Dr. Hernán D. Caro den Aufstieg der Evangelikalen nachzeichnen und seine persönlichen Erfahrungen mit diesem Phänomen schildern. Dr. Caro wurde in Bogotá geboren und lebt seit dem Jahr 2001 in Deutschland. Er hat an der Humboldt-Universität Berlin im Fach Philosophie promoviert und für verschiedene Medien in Lateinamerika und Deutschland geschrieben, u.a. für die Zeitschrift Arcadia, ZEIT-Magazin und die Deutsche Welle. Er ist Redakteur des Online-Magazins Humboldt des Goethe-Instituts, moderiert literarische Veranstaltungen und ist freier Autor des Feuilletons der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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