DVPW IB-Sektionstagung 2026 in Würzburg
25.09.2026Drei Tage wissenschaftlicher Austausch, kontroverse Debatten und neue Perspektiven: Vom 21. bis 23. September 2026 fand an der Universität Würzburg die Offene Tagung der Sektion Internationale Beziehungen der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW) 2026 statt. Im Mittelpunkt standen aktuelle Herausforderungen für die internationale Politik und die Wissenschaft selbst.
Internationale Ordnung, Wissenschaftsfreiheit und akademische Karrieren
Die Konferenz widmete sich insbesondere drei Themenfeldern, die die deutsche Fachgemeinschaft der Internationalen Beziehungen derzeit beschäftigen:
- Globale Autokratisierung und internationale Ordnung: Welche Folgen hat die zunehmende Autokratisierung für globale Institutionen und die Fähigkeit der internationalen Gemeinschaft, gemeinsame Herausforderungen wie Klimawandel, Migration und Konflikte zu bewältigen?
- Wissenschaftsfreiheit: Wie können akademische Freiheit und die Bedingungen unabhängiger Forschung angesichts von Autokratisierung und gesellschaftlicher Polarisierung geschützt werden?
- Wissenschaftliche Karrieren: Welche Perspektiven haben Nachwuchswissenschaftler angesichts zunehmend begrenzter Ressourcen für Wissenschaft und Forschung?
Die drei Themen prägten die Diskussionen während der Konferenz und boten zahlreiche Anknüpfungspunkte für den fachlichen und kollegialen Austausch. In insgesamt 16 Roundtables und 50 Panels wurden darüber hinaus wichtige Themen der Internationalen Beziehungen präsentiert, reflektiert und kritisch diskutiert. Einen wichtigen Beitrag leisteten dazu auch die eingeladenen Studierenden, die ihre Perspektiven in die Diskussionen einbrachten.
Zwei Abendpodien zu aktuellen Herausforderungen
Besondere Programmpunkte waren zwei öffentliche Podiumsdiskussionen.
Unter dem Titel „IB-Forschung in turbulenten Zeiten: Wie frei ist sie (noch)?“ diskutierten im Audimax der Neuen Universität Dr. Jannis Julien Grimm, Dr. Lars Lott, Prof. Dr. Markus Ludwigs, PD Dr. Janne Mende und Dr. Eirliani Abdul Rahman über die die Freiheit der Wissenschaft in politisch und gesellschaftlich herausfordernden Zeiten. Es moderiert Prof. Dr. Sonja Grimm.
Das zweite Podium widmete sich dem Thema „Der Gazakrieg und die (deutsche) IB“. Auf dem Podium diskutierten Peter Lintl, Dr. Hanna Pfeifer und Prof. Dr. Raffaella A. Del Sarto, moderiert von Dr. Jan Busse.
ZIB Paper Award für Cornelia Baciu
Im Rahmen der Konferenz wurde zudem der ZIB Paper Award für Early Career Scholars verliehen. Wir gratulieren Dr. Cornelia Baciu herzlich zu dieser Auszeichnung.
Unser Dank gilt dem ZIB-Team um Prof. Dr. Bernhard Stahl und Dr. Jan Busse für die Unterstützung und die Zusammenarbeit sowie die Juroren für die Auswahl.
Dank an alle Beteiligten
Eine Konferenz dieser Größe ist nur durch das Zusammenspiel vieler Beteiligter möglich. Unser besonderer Dank gilt dem Vorstand der Sektion Internationale Beziehungen – Dr. Dennis Redeker, Prof. Dr. Markus Lederer und Dr. Melanie Morisse – für die gemeinsame Vorbereitung und Organisation.
Wir danken allen anwesenden Kolleg:innen sowie insbesondere den Chairs und Discussants für die engagierte Beteiligung und Gestaltung aller Roundtables und Panels.
Ebenso danken wir der Universität Würzburg, der Fakultät für Humanwissenschaften, insbesondere ihrem Hausdienst, dem Institut für Politikwissenschaft und Soziologie (IPS) sowie der Pressestelle der Universität Würzburg für ihre Unterstützung.
Wir bedanken uns bei der Geschäftsstelle der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW), namentlich Dr. Vera van Hüllen, für die professionelle Unterstützung bei der Konferenzorganisation.
Für die Unterstützung der Konferenz danken wir außerdem der Bayerischen Wissenschaftsallianz für Friedens-, Konflikt- und Sicherheitsforschung, den Verlagen Nomos, Springer, Wochenschau Verlag, Campus, Duncker & Humblot und LIT sowie unseren Dienstleistern, dem Cateringservice Pavillon, dem Staatlichen Hofkeller Würzburg, dem Musiktrio um Peter Pfriem und dem Fotografen Rudi Merkl.
Ein besonderer Dank geht schließlich an das gesamte Organisationsteam: Tabea Yilu, Philipp Berg, Emely Bischof, Maya van der Linden, Redona Tafaj, Dr. Elena Dück, Dr. Philipp Gieg, Noemi Albrecht, Carolin Gutmüller, Mara Nelegatti, Antonia Jordan und Alexander Gerner.
Die Offene Tagung der Sektion Internationale Beziehungen der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW) 2026 hat Raum für die Diskussion aktueller Herausforderungen geschaffen und den fachlichen Austausch innerhalb der Community gestärkt. Die Gespräche werden spätestens beim DVPW-Kongress 2027 fortgesetzt. Die Mitglieder der Sektion Internationale Beziehungen werden sich im Rahmen des Kongresses auch zu einer Mitgliederversammlung treffen. Wir freuen uns darauf!
Prof. Dr. Sonja Grimm für das gesamte Organisationsteam
