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Institut für Politikwissenschaft und Soziologie

Vortrag: Umstrittene Geschichtsdeutungen - Die Conquista Mexikos und der Codex Mendoza

08.06.2022

Am 20.07.22 um 18 Uhr c.t. veranstaltet der Arbeitskreis Lateinamerika einen Vortrag zum Thema "Umstrittene Geschichtsdeutungen: Die Conquista Mexikos und der Codex Mendoza". 

Tausendmal erzählt und dennoch bis heute umstritten ist die Geschichte des Falls des Aztekenreichs vor 500 Jahren. Was damals geschah, bewegt die Gemüter zumal in Mexiko und Spanien bis heute. Wie man die Geschehnisse erzählt und bewertet, ist Teil der Geschichtskultur und muss im jeweiligen historischen Kontext analysiert werden. So war und ist der 13. August 1521 für die einen ein Fanal für den Untergang einer reichen und großartigen Kultur und für die anderen ein Symbol für das Ende einer barbarischen Blutherrschaft und den Beginn von Zivilisation und Christentum. Insbesondere die indigene Sicht der Ereignisse wurde lange Zeit außer Acht gelassen. Der Codex Mendoza ist ein frühes und vielleicht das erstaunlichste Dokument, das durch Erzählen und Verschweigen eine ganz eigene Sicht offenbart. Für uns alle ist diese Perspektive auf das Weltereignis zweifellos ein wichtiger, wenn auch hierzulande oft vergessener Bezugspunkt für die notwendige Diskussion über die kolonialistische Erblast Europas.

Am 20. Juli wird Prof. Stefan Rinke vom Lateinamerika-Institut der FU Berlin in einem Vortrag von seiner Forschung zu dieser historischen Episode berichten.

 

Ort:        Wittelsbacherplatz 1, Raum 00.107
Veranstaltungsflyer

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