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Institut für Politikwissenschaft und Soziologie

Neue Veröffentlichung von Lukas Beckmann, Sebastian Suttner und Björn Wiegärtner zu Content Moderation

14.02.2026

Wie lässt sich Hate Speech online eindämmen? In ihrem Beitrag untersuchen Lukas Beckmann, Sebastian Suttner und Björn Wiegärtner das Phänomen der Content Moderation als mögliche Lösungsstrategie dieses Problems und stellen die Frage, mit welchen Grenzen und Problemen sie sich dabei systematisch konfrontiert sieht.

Der Beitrag untersucht Content Moderation aus systemtheoretischer Perspektive als Form der Kommunikationskontrolle. Content Moderation wird dabei als praktisches Problem innerhalb kommunikativer Systeme verstanden. Drei historische Sozialfiguren – „Anstandsdame“, „Schiedsrichter“ und „Zensor“ – dienen als heuristische Vergleichspunkte, um unterschiedliche Modi und Probleme der Kommunikationskontrolle zu illustrieren: von interaktiver Überwachung über organisationale Regelanwendung bis hin zur gesellschaftlichen Kontrolle des Sagbaren. Dabei zeigt sich, dass Kommunikationskontrolle stets in Zielkonflikte gerät, die die häufig beobachteten Probleme der Content Moderation zum Ausdruck bringen: zwischen Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit, Normsetzung und -durchsetzung sowie Anschluss und Ausschluss. Die Medienlogik digitaler Kommunikation (Asynchronität, Anonymität und Reichweite) verschärft diese Konflikte. Die Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass Content Moderation als Praxis verstanden werden muss, deren Zielkonflikte sich nicht abschließend lösen lassen, sondern deren Bearbeitung selbst zur dauerhaften gesellschaftlichen Aufgabe wird.

Der Artikel ist im Open Access erschienen. Link zum Artikel

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