Gastvortrag von Dr. Barnaby Dye beleuchtet Indien-Afrika-Beziehungen im 21. Jahrhundert
27.06.2026Am 15. Juni 2026 begrüßte das Indien-Forum am IPS Dr. Barnaby Dye (King’s College London / DGAP Berlin) zu einem öffentlichen Gastvortrag. Unter dem Titel "India-Africa Relations in the 21st Century: Over-Hyped, a Historic Success, or a Middling Muddle?" diskutierte Dr. Dye vor Studierenden, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie weiteren Interessierten die Entwicklung und Perspektiven der Beziehungen zwischen Indien und den Staaten Afrikas.
Nach einer Einführung durch Dr. Philipp Gieg (IPS und Indien-Kompetenzzentrum der Universität Würzburg) analysierte Barnaby Dye die zunehmende politische, wirtschaftliche und strategische Verflechtung Indiens mit dem afrikanischen Kontinent. Dabei hinterfragte er kritisch gängige Narrative, die die Indien-Afrika-Beziehungen entweder als herausragende Erfolgsgeschichte oder als überschätztes außenpolitisches Projekt darstellen. Stattdessen plädierte er für eine differenzierte Betrachtung, die sowohl Fortschritte als auch bestehende Herausforderungen berücksichtigt.
Die anschließende Diskussion bot den Teilnehmenden die Möglichkeit, Fragen zu den geopolitischen Implikationen der Indien-Afrika-Beziehungen, zu Chinas Rolle auf dem Kontinent sowie zu zukünftigen Kooperationsfeldern zwischen Indien und afrikanischen Staaten zu stellen.
Der Gastvortrag fand im Rahmen der Seminare „Indien in den internationalen Beziehungen“ und „Afrikas internationale Beziehungen“ von Dr. Philipp Gieg statt und stellte zugleich eine Kooperationsveranstaltung des Indien-Forums am IPS und des Indien-Kompetenzzentrum der Universität Würzburg (ICCUW) dar.


