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Institut für Politikwissenschaft und Soziologie

Rechtsautoritäre Politiken als gewaltvolle Zerstörung von Leben und Welt. Feministische Perspektiven auf gegenwärtige Autoritarisierungs- und Faschisierungsprozesse

Rechtsautoritäre Politiken als gewaltvolle Zerstörung von Leben und Welt. Feministische Perspektiven auf gegenwärtige Autoritarisierungs- und Faschisierungsprozesse
Datum: 21.01.2026, 18:15 Uhr
Kategorie: Vortrag
Ort: Zoom
Vortragende: Univ.-Prof.in Dr.in Gundula Ludwig (Universität Innsbruck)

Für die zweite Veranstaltung im Wintersemester 2025/26 zu dem Thema Gender & Macht konnte der AK Gender Univ.-Prof.in Dr.in Gundula Ludwig als Referentin gewinnen. Gundula Ludwig hat die Professur für Sozialwissenschaftliche Theorien der Geschlechterverhältnisse und die Leitung des Center Interdisziplinäre Geschlechterforschung Innsbruck (CGI) an der Universität Innsbruck inne.

Der Vortrag analysiert gegenwärtige rechtsautoritäre Politiken als Prozesse der gewaltvollen Zerstörung von Leben und Welt. Ausgehend von gesellschaftstheoretischen, feministisch-intersektionalen Perspektiven wird argumentiert, dass aktuelle Autoritarisierungs- und Faschisierungsprozesse nicht allein als institutionelle Verschiebungen zu begreifen sind, sondern als umfassende Angriffe auf soziale Reproduktionsverhältnisse, Körper, Beziehungen und Lebensgrundlagen. Das rechtsautoritäre Hegemonieprojekt operiert dabei über Aktualisierungen von vergeschlechtlichten, kolonialen und kapitalistischen Gewaltformen, die es zugleich durch einen Rekurs auf vermeintlich „natürliche“ politische Ordnung verschleiert. Im Vortrag wird daher in einem ersten Schritt dargelegt, warum für die gegenwärtigen Autoritarisierungs- und Faschisierungsprozesse Angriffe auf feministische, queere und trans* Politiken und Lebensweisen derart zentral sind und wie sich darin ein gewaltvoller Weltbezug entfaltet. In einem zweiten Schritt wird aus feministischer Perspektive die Frage diskutiert, wie diesen rechtsautoritären Politiken der Gewalt emanzipatorische Politiken der Sorge entgegengesetzt werden können.

Der Vortrag findet am 21.01.2026 um 18 Uhr ct via Zoom statt.

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